Aufgestiegen — und mitten im Abenteuer Bezirksliga
Wer hätte das gedacht: Unsere Zweite hat den Sprung geschafft. Nach einer starken Runde in der Bezirksklasse heißt die neue sportliche Heimat nun Bezirksliga Ost — und mit ihr wartet auf das Team komplettes Neuland. Wo man in den vergangenen Jahren die Gegner in- und auswendig kannte, betritt man jetzt eine Bühne mit lauter unbekannten Gesichtern.
Und die Liste dieser Gesichter kann sich sehen lassen. Mit dem TSV Tauberbischofsheim, gleich zwei Vertretungen des SV Adelsheim, dem TV 1846 Eberbach, der Spvgg Hainstadt II, dem TTC Limbach, dem VfB Mosbach-Waldstadt, dem TTC Schefflenz, dem FC Külsheim III und dem FC Lohrbach II wartet ein Starterfeld, das geografisch weiter gestreut und spielerisch eine ganze Etage höher angesiedelt ist. Fast alle Gegner sind Premieren — und genau das macht den besonderen Reiz dieser Saison aus.
Personell gab es Bewegung. Mit Tobias Pfitzner verlässt ein verlässlicher Punktelieferant das Team, dessen Wegfall es zu kompensieren gilt. Umso erfreulicher sind gleich zwei Zugänge, die den Kader spürbar aufwerten: Joel Seiler und Benedict Behringer sollen helfen, die entstandene Lücke zu schließen und neue Impulse zu setzen. Angeführt wird die Mannschaft weiterhin von Luis Freundschig an Position eins, flankiert von den erfahrenen Stephan Rist und Heiko Hess sowie Jungspund Benjamin Ries, in dem viel Potenzial für die Zukunft steckt.
Erschwerend kommt die große Regeländerung hinzu: Ab dieser Saison wird in allen Ligen im Vierer-System gespielt. Jeder einzelne Punkt wiegt damit schwerer, jedes Einzel kann über Sieg oder Niederlage entscheiden, und für Ausreden bleibt kein Raum mehr. Gerade für einen Aufsteiger, der sich erst finden muss, ist das eine zusätzliche Herausforderung — aber auch eine Chance, denn im engen Vierer-Duell ist gegen jeden Gegner ein Coup möglich.
Das erklärte Ziel bleibt entsprechend bodenständig: der Klassenerhalt. Man weiß um die schwere Aufgabe, man kennt die eigene Rolle als Neuling. Doch mit einer gesunden Mischung aus Erfahrung und jungem Ehrgeiz, mit dem gewohnten Kampfgeist und der Unterstützung der Freitagabend-Fans in der Pfeiferhalle will die Zweite beweisen, dass sie in dieser Liga nicht nur mitspielt, sondern sich auch behaupten kann. Das Abenteuer Bezirksliga hat begonnen — und Niklashausen freut sich darauf.